"Im Sommer unterm Dach nicht mehr schwitzen und dabei Geld gewinnbringend anlegen", resümiert Olaf Schumacher die Entscheidung für eine Aufdach-PV-Anlage auf seinem Einfamilienhaus in Berlin-Rudow. Seine Nachbarn, stolze PV-Anlagen-Besitzer, berichteten ihm von dem angenehmen Kühleffekt im Dachgeschoss.
Die Entscheidung für Solarstrom fiel auch wegen der einfachen Installation. Die Elektroleitungen, die zu verlegen waren, konnten problemlos durch ein Antennen-Leerrohr gezogen werden. 4,65 Kilowattpeak Leistung "tummeln" sich seit 3 Jahren auf dem fast exakt nach Süden ausgerichteten Dach der Schumachers. Damit ist die gesamte Dachfläche mit PV-Modulen bestückt. "Wenn ich schon investiere, dann so groß, wie möglich."
Recherche übers Internet, Beratungstermine vor Ort und jede Menge eingeholter Angebote in unterschiedlichster Qualität gingen voran, bis Schumacher sich an einen Schulfreund erinnerte, der mittlerweile Solaranlagen installiert. Von diesem bekam er dann die beste Beratung und ein gutes und zügiges Angebot in ansprechender Form und ist mit der gesamten Abwicklung sehr zufrieden.
Die Finanzierung der Anlage sollte über ein KfW-Darlehen laufen, das Schumacher aus der Presse und über seine Nachbarn kannte. Das größte Problem tat sich allerdings dann erst auf: "Welche Bank macht denn das mit dem KfW-Kredit eigentlich?" Seine Hausbank jedenfalls nicht. Glücklich, bei seiner Suche auf die Umweltbank gestoßen zu sein, die ohne Grundbucheintragung die PV-Anlage über die KfW finanziert hat, meint Schumacher heute noch, dass das "eine Super-Sache" sei.
Als Kleinstunternehmer kann er die Anlage steuerlich über 10 Jahre abschreiben. Der Berliner Stromversorger BEWAG gab außerdem 5.000 EUR Zuschuss "cash auf die Hand" und erhielt dafür von ihm die Zusage, monatlich den Ertrag der Anlage übermittelt zu bekommen. So kann Schumacher stolz berichten, dass seine Anlage auf Platz 24 von 475 ausgewerteten Berliner Anlagen rangiert. Der Ertrag liegt über der Prognose.
Schumacher freut sich, dass der Strombedarf seiner Familie mit der Anlage voll gedeckt wird. "Das macht schon ein gutes Gefühl im Sinne der Ökologie", auch wenn der ökologische Gedanke bei der Anschaffung nicht im Vordergrund stand.
Fotos oben links: Das Haus der Schumachers mit deutlich sichtbarem Solardach. Darunter: Herr Schumacher vor seinem Wechselrichter, der den Gleichstrom der Solaranlage in nutzbaren Wechselstrom umwandelt.
Daten zum Projekt in Kürze:
Ort:
Berlin-Rudow
Jahr der Inbetriebnahme:
August 2004
Gebäudetyp:
Einfamilienhaus
Daten der Anlage:
Module Fabrikat Photowatt, Typ PW 1650, Wechselrichter Fabrikat SMA, Typ SB 4200 TL
Installateur der Anlage:
solarwerkstatt berlin GmbH, Rohrbachstraße 13a, 12307 Berlin
Finanzierungsart:
KfW-Kredit + Zuschuss Energieversorger